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09.04.2013 10:54erstellt von: Jutta Kabbe


Neufassung der StVO zum 1. April

Radpictogramm

Radverkehr endlich besser geregelt. ADFC-Kronberg begrüßt die Neufassung der StVO zum 1. April
Eine Neufassung der Straßenverkehrsordnung (StVO) bringt zum 1. April 2013 Verbesserungen für Radfahrer. Sie sind gegenüber den Kraftfahrzeugen gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer.


Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßt die Gesetzesänderungen als einen Schritt in die richtige Richtung: "Wenn die Stadt Kronberg die neue StVO konsequent umsetzt, stärkt das den Radverkehr und macht ihn gleichzeitig sicherer", sagt der ADFC-Kronberg-Vorsitzende Klaus Lunau.
Eine wesentliche Neuerung ist, dass nicht mehr bevorzugt Radwege angelegt werden. Der bereits 1997 eingeführte Radfahrstreifen auf der Fahrbahn ist zukünftig dem Radweg gleichgestellt. Außerdem wird die Anlage von Fahrradstraßen und von Schutzstreifen für den Radverkehr auf der Fahrbahn erleichtert. Autofahrer sollten sich daher darauf einstellen, dass in Zukunft mehr Radfahrer auf der Fahrbahn unterwegs sind.
Ob der Radverkehr auf der Fahrbahn, auf einem Radfahrstreifen oder Radweg geführt wird, kann nun je nach Situation vor Ort entschieden werden. Lunau: „Das Vorurteil, die bisherigen Radwege seien für Radfahrer immer am sichersten, wird endlich ausgeräumt. Sie sind auf diesen schmalen und oft kombinierten Fuß-/Radwegen wie z. B. in der Oberurseler Straße in Oberhöchstadt, der zudem noch gegenläufig befahren werden muss und starkes Gefälle hat, schlecht zu sehen. Dies ist vor allem bei den vielen Einmündungen und Grundstücksausfahrten gefährlich.“ Laut ADFC-Kronberg muss die Verkehrsplanung künftig mehr den Bedürfnissen der Radfahrer angepasst und in die Stadtplanung integriert werden. Dabei gelte für Radfahrer wie für Autofahrer, auf der Straße vernünftig miteinander umzugehen und Rücksicht zu nehmen.
Die Radwegebenutzungspflicht ist zwar nicht generell abgeschafft, soll aber auf ein erforderliches Maß beschränkt werden. Lunau: "Wenn neue Radwege gebaut werden sollen, dann (bitte) zeitgemäß nach den geltenden Regeln der Technik. Auf modernen Radverkehrsanlagen kommt man so zügig und komfortabel voran, dass keine Benutzungspflicht notwendig ist. Der ADFC-Kronberg unterstützt die Verkehrsplaner in Kronberg hierbei gerne ganz konkret mit seinem Know-how. Die Zusage des ADFC, (in der ASU Sitzung vom 31.10.2012,) durch Beratung der Stadtverwaltung den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN zur „Entwicklung eines Radwegekonzeptes“ zu unterstützen, wird lfd. wahrgenommen.“
Zusammen mit den seit 2009 geltenden Verwaltungsvorschriften wird die neue StVO Radfahrern Umwege ersparen. Einbahnstraßen können nun leichter für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet werden. Neue Sackgassenschilder, wie z. B. In der Westerbachstraße werden laut ADFC künftig zeigen, dass ein Durchkommen für Radfahrer oder Fußgänger möglich ist.
Schon 2009 sollte die StVO fahrradfreundlicher werden, musste jedoch wegen Formfehlern noch einmal überarbeitet werden. Was sich im Einzelnen geändert hat und was das für Fahrradfahrer bedeutet, hat der Bundesverband des ADFC auf www.adfc.de/stvo übersichtlich zusammengestellt.


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