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08.11.2014 10:34erstellt von: Jutta Kabbe


GPS: Erfahrungsbericht mit Garmin Oregon 550t

GarminOregon550t

Beim letzten ADFC-Kronberg Treffen hatte ich versprochen, mich um das Thema NAVI am Rad zu kümmern. Die anwesenden Mitradler hatten beschlossen, dass eventuell ein Gerät für unsere Gruppe zur abwechselnden Nutzung erworben werden sollte. Ich hatte bereits herausgefunden, dass die ADFC-GPS Seiten im Internet helfen.


Auf Hans letzter Oktobertour Mittwochs gen Schwanheim kam heraus, dass Hartmut vor ein paar Wochen bereits ein solches Gerät privat, gebraucht erworben hatte. Netterweise brachte er mir den Backstein am Samstag an die Haustür zum testen, leider ohne Bedienungsanleitung, Befestigungsmaterial oder Verbindungskabel. Er war in Eile und hat selber nicht viel Erfahrung damit.
Da die Wettervorhersage gut war für den 19. Oktober 2014: 23°C bei Sonnenschein, planten wir eine Tour im Spessart von Bad Soden Salmünster bis Gemünden. Den Track hatte ich vom Routenplaner Hessen heruntergeladen und fand ein passendes Kabel, um ihn auf das Gerät zu laden. Leider streikten die Lokführer an dem Wochenende und wir entschieden, lieber direkt von zu Hause per Rad zu starten.
Hartmut hatte schon Mittwochstouren getrackt auf dem Gerät. Die vom letzten Mittwoch hatte ihm besonders gut gefallen. Ich war nicht dabei gewesen. Hans hatte geführt und war gespannt, ob ein Navi seine Schleichwege durch Rödelheim findet. Im Haushalt fand sich Befestigungsmaterial (ein Weckgummi und etwas Schaumstoff ), der Nebel lichtete sich und wir machten uns auf den Weg. An meinem Rad war das Oregon 550t von Garmin mit der Strecke, die wir fahren wollten. Hans wusste, wo es lang geht.
Anfänglich musste ich öfter halten, um etwas auf dem Gerät zu erkennen. Hans hatte ohne Brille keine Chance. Während der Fahrt habe ich aber die Bedienung gelernt. Wenn es hell ist, wird das Display sehr hell, wenn man auf den Touchscreen tippt. Allerdings muss man sich merken, auf welche Stelle, sonst kann man womöglich wieder ganz von vorn anfangen. In Rödelheim hatte ich einen kleinen Weg nicht gesehen und war ein paar Meter weiter in einer Sackgasse gelandet. Kann passieren, wenn man immer aufs Display starrt. Es ging dort allerdings auf einem Pfad steil den Hang herunter an die Nidda, was das Gerät vorschlug, um auf die geplante Strecke zu gelangen - für Wanderer in Ordnung - mit Fahrrad und womöglich Gepäck: keine Alternative. Beim umkehren hätte ein ortsunkundiger Probleme, sofort zu erkennen, in welche Richtung er weiter fahren sollte.
Auf Dauer nervte es, ständig nach unten zu schauen, um was am Display zu machen. Nach unserer Einkehr in Schwanheim beim „Seppche“, das nicht als Gaststätte im Gerät gespeichert war (vermutlich wollten die nicht dafür bezahlen), habe ich das Ding lieber nicht mehr benutzt.
Zusammenfassend meine ich: Am bequemsten ist es, einem talentierten Tourenleiter zu folgen. Danach, ist die Orientierung durch gute Hinweisschilder, vorzugsweise auf Themenrouten als komfortabel zu erachten. Eine eingespeicherte Strecke auf dem Navi am Lenker zu fahren, ist etwas empfehlenswerter als z. B. mit „Bikeline“ Ringbuch in der Lenkertasche. Die Karte wird immer in die richtige Richtung gedreht und man hat Hilfe, weil man auf der Karte die Position gezeigt bekommt, muss aber Vorarbeit am Rechner leisten. Orientierungsbegabung und Interesse ist in beiden Fällen Bedingung, vor allem, falls etwas dazwischen kommt. Karten sind unverzichtbar.
Für Interessierte einige Links:

http://www.adfc-gps.de

http://www.radroutenplaner.hessen.de/


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